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DeutschlandSaga – ein Versuch

In der Sammlung des Museums Ludwig befindet sich das Bild „Lehmbruck-Saga„, das Jörg Immendorff 1987 gemalt hat. Es zeigt einen Theaterraum, in dem sich eine illustre Gesellschaft versammelt hat. Auf der Bühne wird gerade die „Kniende“ von Lehmbruck in einen brennenden Schlund geworfen. Ein Bild, das deutsche Geschichte reflektiert und starke Symbole verwendet. Karin Rottmann berichtet auf der Tagung über den Versuch, darüber einen transkulturellen Dialog in Gang zu setzen. (Hier wurde schon dazu gebloggt.) In diesem Interview geht es um die grundsätzlichen Überlegungen zu diesem Projekt. .

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Welcome Science

Philipp Diebels wird gemeinsam mit Dr. Ingo Höpfner auf der Tagung über „Welcome Science“ sprechen. Ein Projekt, das an der Universität Bielefeld organisiert wurde. Hier gibt er uns schon einen ersten Einblick in den Ablauf des Projektes.

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Die Sprache der Kunst

Foto: Die afghanische Künstlerin Sara Nabil und ihr Werk bei der Plattform Kulturelle Bildung in Genshagen
(c) Anna Rozkosny

 

Die Stiftung Genshagen ist eine von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Land Brandenburg geförderte Einrichtung. Der Bereich Kunst- und Kulturvermittlung in Europa organisiert künstlerisch-kulturelle Projekte sowie den strategischen Dialog zwischen Akteuren und Experten der Kunst- und Kulturvermittlung und der Kulturellen Bildung im Rahmen von Tagungen, Kolloquien, Preisverleihungen und Künstlerresidenzen.

Vorletzte Woche veranstaltete die Stiftung im Rahmen der „Plattform Kulturelle Bildung“ eine Laborwerkstatt, die sich dem visionären Potenzial der Kunst widmete. „Kunst und Kulturelle Bildung im Kontext von Flucht, Ankommen und Zukunftsgestaltung“ – lautete der Untertitel und es waren rund 75 Teilnehmende aus der künstlerisch-kulturellen Praxis vor Ort, die in kleinen Gruppen miteinander das Thema bearbeiteten. Wir haben mit Dr. Maren Ziese gesprochen, die diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Projektleiterin der Stiftung, Sophie Boitel, organisiert hat.

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Guides des Projekts „Multaka: Treffpunkt Museum“ | © Staatliche Museen Berlin, Museum
für Islamische Kunst, Foto:  Milena Schlösser

Multaka: Treffpunkt Museum – Geflüchtete als Guides in Berliner Museen

Das Beitragsbild zeigt die Guides des Projekts „Multaka: Treffpunkt Museum“ | © Staatliche Museen Berlin, Museum für Islamische Kunst, Foto: Milena Schlösser

Projektvorstellung

Mit einem spannenden Projekt kommen Heike Kropff (Leitung Bildung und Vermittlung) und Razan Nassreddine (Projektleitung) von den Staatlichen Museen zu Berlin nach Köln, um aus der Praxis zu berichten. „Multaka: Treffpunkt Museum“ wurde durch mehrere Förderer möglich gemacht: dem  Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der Schering-Stiftung, der Stiftung Deutsches Historisches Museum, den Freunden des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum e.V., sowie zahlreiche private SpenderInnen. Und es ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Im November 2015 startete man und geplant ist eine Laufzeit bis April 2017. Das Medienecho war riesengroß. Sogar die New York Times berichtete. Wir haben vorab ein Abstract von Heike Kropff erhalten, in welchem sie das Projekt kurz vorstellt. Auf den Austausch über die Erfahrungen damit sind wir sehr gespannt.

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Pädagogik der Anerkennung: ein Konzept für eine zeitgemäße Geschichtsvermittlung

Projektvorstellung

Einen weiteren Bericht aus der Praxis wird Dr. Ruth Preusse von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz vorstellen. Sie spricht über die Beteiligung des Hauses am Projekt „Was ist frau ohne ihre Geschichte?“, welches mit Migrantinnen und Geflüchteten im Rahmen eines mehrteiligen Förderprogramms der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ stattgefunden hat.

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Willkommensklassen beim Fest der Kunstta-lente

Kunst, transkultureller Dialog und Sprachförderung im Martin-Gropius-Bau

Projektvorstellung

Bei den Praxis-Beispielen zur Tagung wird deutlich, wie wichtig es ist, die einzelnen Projekte auch auf Nachhaltigkeit hin zu konzipieren. Dr. Susanne Rockweiler vom Martin-Gropius-Bau Berlin wird MGB Welcome² vorstellen und über ihre Erfahrungen berichten. Das Beitragsfoto zeigt Willkommensklassen beim Fest der Kunsttalente.
© Martin-Gropius-Bau, Tanzini di Bella, 2016

„MGB Welcome² kombiniert bildende Kunst und den Blick auf Kunstwerke verschiedener Kulturkreise mit einem Sprachförderungsprogramm und einem bildnerisch-praktischen Teil. Ausgangspunkt sind die Ausstellungen, die im Martin-Gropius-Bau zu sehen sind. Sie ergeben die Anknüpfungspunkte, um in den Dialog zu treten, kulturelle Identitäten zu reflektieren, sich bildnerisch-praktisch auszudrücken und Deutsch zu lernen.

Die jungen Geflüchteten und Migrant*innen kommen im Klassenverband im 2-Wochenrhythmus in das Ausstellungshaus. Je Treffen entstehen bildnerisch-praktische Arbeiten, wie Memory-Karten, künstlerische Tagebücher oder Erinnerungsmappen, die auch weiterhin im Unterricht zum Deutschlernen eingesetzt werden können und Erlebtes in Erinnerung rufen. Es werden Begegnungsmomente mit Berliner Regelklassen geschaffen und punktuell Eltern, Geschwister und Freund*innen in den Martin-Gropius-Bau eingeladen. Das Kultur- und Bildungsprojekt ist auf Nachhaltigkeit und deshalb auf mindestens ein Jahr angelegt.
Die Ergebnisse der Workshops werden zum Nachmachen mit genauem Ablauf online gestellt.“

Es gibt auch schon ein Video, das über das Projekt berichtet.

Eröffnung

Gemeinsam für Integration im Fußballmuseum Springe

Projektvorstellung

Das Fußballmuseum Springe hat mit einem Projekt auf die verbindende Kraft des Sports gesetzt und eine besondere Ausstellung ins Programm genommen. Im Rahmen der Berichte aus der Praxis wird Dirk Schröder über die Erfahrungen mit den Jugendlichen sprechen, die aus ganz unterschiedlichen Kreisen zusammenkamen, um gemeinsam zu arbeiten. Vorab hat er uns einen Pressebericht zur Verfügung gestellt, mit dem wir uns schon mal in das Projekt einlesen können.  Weiterlesen

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Museen als Orte der Willkommenskultur

Das Vorbereitungsteam hat einige Impulsfragen zusammengestellt, die wir gerne nutzen wollen, um die Bausteine unseres Programmes näher vorzustellen.

Wie können Museen sich von tradierten Mustern lösen und Orte transkultureller Kommunikation werden? 

Ein Blick in die Praxis zeigt, wie viel dort schon passiert! Heute möchten wir drei der Projekte kurz vorstellen, die während der Tagung präsentiert werden.

Welcome Science
Das Naturkundemuseum Bielefeld hat mit der dortigen Uni in dem Projekt  Welcome Science kooperiert. Besonders spannend ist hier die Verbindung zur Sprachförderung, die den Veranstaltern wichtig gewesen ist. So ging es zwar in erster Linie um Experimente und Naturphänomene. Dass die Kinder dabei ihren Wortschatz erweiterten, ist aber mehr als nur eine wünschenswerte Begleiterscheinung. Wir sind schon sehr gespannt auf die Erfahrungen, über die Ingo Höpfner und Philippe Diebels uns berichten werden.

Pädagogik der Anerkennung
Im Haus der Wannseekonferenz setzt man auf stärkende Methoden in der Arbeit mit Geflüchteten. Wie sensibel man gerade mit dem Thema der jüngeren deutschen Geschichte umgehen muss, zeigt dieser Bericht. Ruth Preuss wird darüber sprechen, welche Erfahrungen sie an ihrem Hause gemacht hat.

Achtung – Schiris!
Im Museum eine eigene Ausstellung planen? Das Fußballmuseum Springe lässt jugendlichen Kriegsflüchtlingen, deutschen Gymnasiasten und Studierenden hier freie Hand. Gemeinsam planen und realisieren sie eine Ausstellung über das Fußball-Schiedsrichterwesen. Dirk Schröder wird über die Prozesse des Projektes bestimmt viel Input für die Diskussion liefern.

Das war ein erster Einblick in die Inhalte der Tagung. Es sollen noch weitere folgen und wir freuen uns – immer über Anregungen und Kommentare.

 

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Gute Beispiele

Die Tagung setzt einen besonderen Schwerpunkt auf die Praxis der Vermittlungsarbeit. Neben den Impulsen, die die Diskussionen in Gang bringen sollen, werden einzelne Projekte vorgestellt, die im Zusammenhang mit Flucht und Willkommenskultur an den Kulturinstitutionen in Deutschland entstanden sind. Der gemeinsame Austausch über die Fragen wirkungsvoller Methoden oder Nachhaltigkeit der Projekte sind ein zentrales Anliegen.

„Zwischen den Welten“ – wie gestaltet sich dieser Zustand in unserer Gesellschaft. Sicherlich kann man an zwei Tagen keinen umfassenden Überblick leisten. Wir versuchen, einen relevanten Querschnitt zu liefern. Was hat funktioniert? Wie kann man die Organisation bewerkstelligen? In welcher Richtung geht es weiter? Mit diesen Fragen wird sich die Tagung beschäftigen. Das Blog berichtet im Vorfeld über die teilnehmenden Projekte, stellt einige von ihnen näher vor. Da aber der digitale Raum nicht begrenzt ist, können wir auch über die Programmpunkte hinaus weitere Ansätze vorstellen.

Wenn Sie Projekte an Kulturinstitutionen kennen, die sich mit Flucht und transkulturellem Dialog beschäftigen, dann können Sie uns gerne eine Mail schicken. Wir werden dann ausgewählte Beispiele gerne hier auf dem Blog präsentieren.

Das Beitragsbild entstammt der Performance We the People, die auf der Tagung ebenfalls vorgestellt werden soll.

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