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Die Rolle und Aufgabe eines Museums im heutigen Europa

Vorstellung der Impulse

Léontine Meijer-van Mensch ist stellvertretende Direktorin im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin. Wir freuen uns sehr auf ihren Beitrag zur Tagung, zu dem sie uns schon ein erstes Abstract geschickt hat. Das Beitragsbild zeigt die „Ode an die Freude“ in einer Wasserglassymphonie. © Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Ute Franz-Scarciglia

Was ist wenn in Museen mehr multiperspektivisch gearbeitet wird? Wenn Sammlungen und Ausstellungen viel stärker als bis jetzt Produkte vieler und unterschiedlicher Menschen, insbesondere von bisher nicht zu Wort gekommenen Menschen sind?

Was ist wenn Museen sozialer und interaktiver Orte gleichermaßen sind – eine Contact Zone in der vielfältige Stimmen aufeinander treffen und an der Schaffung und Repräsentation von kulturellem Erbe beteiligt sind?

Werden Museen dadurch relevantere Orte?

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„Garten der Träume“ © Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Ute Franz-Scarciglia

Das Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museum zu Berlin widmet sich Menschen aus und in Europa, ihren Kulturen, ihren Gesellschaften – kurzum ihren Lebenswelten. Ein besonderes Augenmerk richtet es dabei auf die Begegnungen zwischen Menschen.

Kultur, Identität und Gesellschaften sind dynamisch, fließend und vielfältig und nicht als essentialistisch und unveränderbar zu begreifen. Deshalb fühlt sich das Museum dem Sammeln der Gegenwart und der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen und Communities stark verpflichtet.

Was passiert wenn ein Museum so einen partizipativen und reflexiven Weg einschlägt? Am 4. März 2016 übernahmen Menschen aus Albanien, Afghanistan, Bosnien, Irak, Kosovo, Pakistan und Syrien Räumlichkeiten des Museums Europäischer Kulturen, um sie in einem werkstattartigen Prozess bis zur Eröffnung ihrer Präsentation am 21. Juli 2016 zu gestalten.

Wie unterscheidet sich dieses Projekt von den bisherigen? Kann man eigentlich noch von einer Ausstellung im herkömmlichen Sinne sprechen? Was bedeutet so ein Projekt für die Rolle von Vermittlung in Museen? Was bedeutet dies insgesamt für professionelle Rollen und Funktionen im Museum?

Es wird versucht, das Projekt daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben in einem größeren und vor allem internationalen museologischen Diskurs einzubetten.“

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