impuls

Impulse für einen lebendigen Austausch

Programm-Überblick

Für die Tagung wünschen wir uns einen lebhaften Austausch von Gedanken, Erfahrungen und vor allem auch Ideen für die Zukunft. Von Anfang an war klar, dass es gut wäre, mit gezielten Impulsen die Diskussion zu befeuern. Neben zahlreichen Praxisbeispielen werden deswegen zum einen Referentinnen und Referenten mit kurzen Vorträgen Input liefern. Darüber hinaus haben wir aber einige Runden, bei denen Expertinnen und Experten auf dem Podium miteinander diskutieren.

Diversität stärken

In diesem thematischen Segment ist Riem Spielhaus eingeladen, über den Wandel der Gesellschaft im Zusammenhang mit Flucht und Migration zu sprechen. Riem Spielhaus (hier ein Video ihres Auftritts auf der re:publica 2015) ist seit April 2016 Professorin für Islamwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildung und Wissenskulturen an der Georg-August-Universität Göttingen und Leiterin der Abteilung Schulbuch und Gesellschaft. Sie studierte Islamwissenschaften und Afrikawissenschaften und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin zu Islamdebatten und Selbstpositionierungen von Muslimen in Deutschland. Riem Spielhaus ist Vorstandsmitglied des Rats für Migration.

In einem weiteren Impuls wird Léontine Meijer – van Mensch vom Museum Europäischer Kulturen über das Publikum der Museen heute sprechen. Auch hier stehen Kulturinstitutionen einem Wandel gegenüber und es gilt, neue Perspektiven einzunehmen. Meijer – van Mensch ist stellvertretende Direktorin am Museum Europäischer Kulturen und war als Dozentin für Museologie und museale Ethik an der Reinwardt Academy (Hochschule der Künste) in Amsterdam tätig. Sie ist im Board von COMCOL (Committee for Collecting) im Internationalen Museumsrat ICOM aktiv.

Aus der Sicht des Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit wird Karima Benbrahim über den Wandel der Institutionen im Einwanderungsland Deutschland sprechen. Hier stellt sich die Frage, inwieweit eine interkulturelle Öffnung angestrebt bzw. erlangt wurde.

Partizipation und Kooperation leben

In dieser Sektion wird es insgesamt vier Diskussionsrunden geben, die jeweils von Praxisbeispielen gerahmt werden. Im gemeinsamen Gespräch werden Referentinnen und Referenten auslosten, wie sich die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Geflüchteten in Kulturinstitutionen gestalten.

Hierzu werfen Eleonore Hefner und Doris Hefner (nicht verwandt :-)) einen Blick auf die externen Bedingungen für die Projektarbeit. E. Hefner arbeitet in der Bundesvereinigung soziokultureller Zentren, die einen wichtigen Partner für die Museen darstellen. D. Hefner hat als Museumspädagogin vor allem für Museen jenseits der Ballungsgebiete gearbeitet und spricht aus dieser Perspektive über Konzepte für Geflüchtete.

Wie schon angesprochen, befinden sich die Bildungs- und Kulturinstitutionen in einem Prozess, der auch interne Strukturen verändern wird. Gerade die neuen Herausforderungen eines transkulturellen Dialogs erfordern ein Bewusstsein dafür, wie der Wandel erfolgreich zu managen ist.

Um über interne Rahmenbedingungen zu sprechen, haben wir Julia Hagenberg (Kunstsammlung NRW Düsseldorf), Prof. Dr. Wiebke Arndt (Überseemuseum Bremen), Dr. Tayfun Belgin (Osthaus Museum Hagen) und Sandra Vacca (DOMID Köln) zu einer Podiumsdiskussion gebeten.

Der Blick über den Tellerrand

Wenn über den Wandel diskutiert werden soll, so ist ein Stichwort ganz entscheidend: der Perspektivwechsel. Das bedeutet, dass man sich auch außerhalb der eigenen Branche umsieht. Alle nehmen dieselbe Zielgruppe in den Fokus. Und da ist es nicht verkehrt, zu schauen, welche Ideen sich als erfolgreich erwiesen haben. Und wo sich möglicherweise diese Erfahrungen auf die eigene Arbeit übertragen lassen.

Dr. Maren Ziese ist im Willy-Brandt-Haus Berlin verantwortlich für die Bildung und Vermittlung. Im Gespräch mit ihrer Kollegin Dr. Caroline Gritschke (Haus der Geschichte Baden-Württemberg Stuttgart) wird sie ausloten, welche Best Practice Beispiele es in anderen Kultursparten gibt, von denen die Museen lernen könnten.

Im letzten Impuls zur Tagung wird es um eine Reflexion der vorgestellten Ansätze gehen. Fatema Mian von den Neuen deutsche Medienmacher e.V./ Neuen Deutschen Organisationen Berlin wird mit Mustafa Akca (Komische Oper Berlin) die Sicht der „Neuen Deutschen“ auf die Tagung besprechen und so den weiteren Diskurs anregen.

Das Barcamp am Montag, dem 24. Oktober bildet den Abschluss der Tagung. Hier gibt es die Chance, die Fragen und Gedanken zu diskutieren, die durch die Impulse angeregt wurden. Jeder kann eine Session vorschlagen und sich mit allen zusammenfinden, die das gleiche Thema besprechen wollen. So kann weitergedacht werden! Vielleicht entstehen so auch neue Ideen für die Zukunft!

 

 

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