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Inter-oder Transkulturalität?

Die Barcamp-Session wurde von Anette Rein initiiert und von Sandra Vacca und Tim Wolfgarten unterstützt. 

Moderiert und dokumentiert von Caroline Stegmann-Rennert (Museumsdienst Köln).

In den letzten Jahren taucht in der Pädagogik und anderen Disziplinen neben dem Begriff der Interkulturalität vermehrt der Begriff der Transkulturalität auf. Was sind die Unterschiede? Oder ist „transkulturell“ womöglich nur so etwas wie das neue „interkulturell“?

In der Diskussion der beiden Begriffe zeigt sich schnell, dass für die Teilnehmenden die klare Unterscheidung der beiden Begriffe zunächst schwierig ist. Schließlich wird Folgendes geklärt: der seit den 1980/1990er Jahren zunehmend verwendete Begriff der Interkulturalität geht davon aus, das ein Begegnung zwischen zwei unterschiedlichen, klar definierten, in sich homogenen und geschlossenen Kulturen stattfindet.

Interkulturalität basiert letztlich auf einem (überholten) Kulturbegriff des 18. Jahrhunderts(Herder’sches Kugelmodell). Der neuere Begriff der Transkulturalität beschreibt hingegen einen komplexen, fluiden Prozess, indem sich Elemente von unterschiedlichen Kulturen (auch unterschiedlichen Binnenkulturen) begegnen und zur Entwicklung von etwas Neuem beitragen.

Zum Abschluss der Session wird als vorläufiges Ergebnis festgehalten: Das Modell der Transkulturalität entspricht der Verfasstheit der heutigen Gesellschaft und ihrer Individuen besser als der Begriff der Interkulturalität.

Wie sieht also ein transkultureller Ansatz in der Museumspädagogik konkret aus und wie unterscheidet er sich von einem interkulturellen? Dies konnte im Rahmen des Barcamps nicht mehr entwickelt werden und bedarf weiterer Diskussionen. Als Leitsatz für diesen Prozess wurde von den Teilnehmenden gemeinsam formuliert:
Es ist für alle Beteiligten wichtig, eine innere Haltung zu entwickeln, die den Fokus auf individuelle Gemeinsamkeiten und strukturelle Unterschiedlichkeit (der einzelnen Menschen) legt.

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Welcome Science

Philipp Diebels wird gemeinsam mit Dr. Ingo Höpfner auf der Tagung über „Welcome Science“ sprechen. Ein Projekt, das an der Universität Bielefeld organisiert wurde. Hier gibt er uns schon einen ersten Einblick in den Ablauf des Projektes.

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Identitäten in Köln

Vor Kurzem haben wir die Ausstellung „Identitäten in Köln“ eröffnet – eine Foto-Ausstellung, die im Rahmen des Herkunftssprachenunterrichts an Kölner Schulen entstand. Das Projekt lief über ein Jahr und die Eröffnung war ein großer Erfolg. Inklusive einer wunderbaren kleinen Performance, über deren Entstehung man hier einen feinen Blogbeitrag lesen kann. Wir möchten das Thema der Tagung in möglichst vielen Perspektiven spiegeln und dazu gehört auch die Frage, auf welche Weise die postmigrantische Gesellschaft sich im Rahmen der Kulturvermittlung abbilden lässt. Wir erweitern an dieser Stelle die Projektvorstellung über den Rahmen des Tagungsprogrammes hinaus. Um weitere Diskussionen – gerne auch auf unserem Blog – anzustoßen.

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Die Sprache der Kunst

Foto: Die afghanische Künstlerin Sara Nabil und ihr Werk bei der Plattform Kulturelle Bildung in Genshagen
(c) Anna Rozkosny

 

Die Stiftung Genshagen ist eine von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Land Brandenburg geförderte Einrichtung. Der Bereich Kunst- und Kulturvermittlung in Europa organisiert künstlerisch-kulturelle Projekte sowie den strategischen Dialog zwischen Akteuren und Experten der Kunst- und Kulturvermittlung und der Kulturellen Bildung im Rahmen von Tagungen, Kolloquien, Preisverleihungen und Künstlerresidenzen.

Vorletzte Woche veranstaltete die Stiftung im Rahmen der „Plattform Kulturelle Bildung“ eine Laborwerkstatt, die sich dem visionären Potenzial der Kunst widmete. „Kunst und Kulturelle Bildung im Kontext von Flucht, Ankommen und Zukunftsgestaltung“ – lautete der Untertitel und es waren rund 75 Teilnehmende aus der künstlerisch-kulturellen Praxis vor Ort, die in kleinen Gruppen miteinander das Thema bearbeiteten. Wir haben mit Dr. Maren Ziese gesprochen, die diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Projektleiterin der Stiftung, Sophie Boitel, organisiert hat.

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Guides des Projekts „Multaka: Treffpunkt Museum“ | © Staatliche Museen Berlin, Museum
für Islamische Kunst, Foto:  Milena Schlösser

Multaka: Treffpunkt Museum – Geflüchtete als Guides in Berliner Museen

Das Beitragsbild zeigt die Guides des Projekts „Multaka: Treffpunkt Museum“ | © Staatliche Museen Berlin, Museum für Islamische Kunst, Foto: Milena Schlösser

Projektvorstellung

Mit einem spannenden Projekt kommen Heike Kropff (Leitung Bildung und Vermittlung) und Razan Nassreddine (Projektleitung) von den Staatlichen Museen zu Berlin nach Köln, um aus der Praxis zu berichten. „Multaka: Treffpunkt Museum“ wurde durch mehrere Förderer möglich gemacht: dem  Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der Schering-Stiftung, der Stiftung Deutsches Historisches Museum, den Freunden des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum e.V., sowie zahlreiche private SpenderInnen. Und es ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Im November 2015 startete man und geplant ist eine Laufzeit bis April 2017. Das Medienecho war riesengroß. Sogar die New York Times berichtete. Wir haben vorab ein Abstract von Heike Kropff erhalten, in welchem sie das Projekt kurz vorstellt. Auf den Austausch über die Erfahrungen damit sind wir sehr gespannt.

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impuls

Impulse für einen lebendigen Austausch

Programm-Überblick

Für die Tagung wünschen wir uns einen lebhaften Austausch von Gedanken, Erfahrungen und vor allem auch Ideen für die Zukunft. Von Anfang an war klar, dass es gut wäre, mit gezielten Impulsen die Diskussion zu befeuern. Neben zahlreichen Praxisbeispielen werden deswegen zum einen Referentinnen und Referenten mit kurzen Vorträgen Input liefern. Darüber hinaus haben wir aber einige Runden, bei denen Expertinnen und Experten auf dem Podium miteinander diskutieren.

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