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Welcome Science

Philipp Diebels wird gemeinsam mit Dr. Ingo Höpfner auf der Tagung über „Welcome Science“ sprechen. Ein Projekt, das an der Universität Bielefeld organisiert wurde. Hier gibt er uns schon einen ersten Einblick in den Ablauf des Projektes.

Das von der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik der Universität Bielefeld für ein Jahr konzipierte Projekt ‚Welcome Science‘ wurde im September 2015 im Raum Bielefeld gestartet und sollte v.a. zwei Ziele erfüllen. Zum einen sollten Kinder und Jugendliche, die noch nicht lange in Deutschland leben, durch selbstständiges Experimentieren an MINT-Themen herangeführt werden. Zum anderen boten sich während der Experimentiereinheiten zahlreiche Sprechgelegenheiten, wodurch die Kinder und Jugendlichen behutsam an die deutsche Sprache herangeführt wurden.

In einer ersten, fünf-monatigen Phase besuchten je zwei studentische Mitarbeiter*innen einmal pro Woche 15 verschiedene Bielefelder Einrichtungen, um in Kleingruppen von ca. 10 Teilnehmer*innen einfache, alltagsnahe naturwissenschaftliche – meist chemische – Experimente durchzuführen.

Nach jeder Experimentiereinheit verfassten die Studierenden Erlebnisprotokolle, damit die Erlebnisse reflektiert werden konnten und die Projektkoordinatoren die Möglichkeit hatten ggf. darauf zu reagieren.35 besonders interessierte Kinder und Jugendliche wurden anschließend in einer zweiten Phase über weitere drei Monate intensiv gefördert.

Dazu wurden sie in Laboreinrichtungen der Universität Bielefeld und in das Naturkunde-Museum Bielefeld eingeladen. Zum Abschluss des Projektes fand in feierlichem Rahmen eine Übergabe von Teilnahme-Urkunden im Beisein der Eltern statt.

Das Projekt im Naturkunde-Museum Bielefeld

Im Mai 2016 waren die Teilnehmer*innen der zweiten Projektphase zu Gast im Naturkunde-Museum Bielefeld. Unter der Maßgabe, den Kindern und Jugendlichen einen möglichst breitgefächerten Einblick in verschiedene naturwissenschaftliche Bereiche wie Aerodynamik, Bionik oder Paläontologie zu ermöglichen, hatte ein Team von Museumspädagogen im Vorfeld ein individuelles Programm entwickelt. Eine besondere Herausforderung war die Vermittlung komplexer Zusammenhänge über teils hohe Sprachbarrieren.

Hinsichtlich der Integration von Geflüchteten haben Museen ein allgemein hohes Potential, da sie die Grundbausteine unserer Gesellschaft aufzeigen. Darüber hinaus kann speziell die Einführung in wissenschaftliche Bereiche dazu beitragen, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in unserer heutigen Wissensgesellschaft zu erhöhen.

Das Projekt wurde großzügig von der Doris-Wolff-Stiftung unterstützt und stieß in der Presse auf positive Resonanz.

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